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Personal Recruiting in der digitalen Welt - Wie Sie mit den richtigen Tools und Kampagnen Ihre personellen Lücken schließen

13/12/2018 0 Kommentare

Neue Mitarbeiter zu finden, die nicht nur die passenden Qualifikationen mitbringen, sondern sich auch in das spezifische Arbeitsumfeld perfekt einpassen, kann schwierig sein. Gerade bei der boomenden Konjunktur in den letzten Jahren und einem generellen Fachkräftemangel reicht es schon lange nicht mehr aus, einfach nur eine Stellenausschreibung zu schalten und zu hoffen, dass sich jemand passendes melden wird. Ein aktives Personalrecruiting – oder einfach Recruiting – war damit noch nie so wichtig wie heute, um motivierte, qualifizierte Vertriebler zu finden. Bei der Suche nach dem passenden Mitarbeiter helfen vor allem verschiedene Tools und Portale, die das Internet heute zur Verfügung stellt und eine aktive Rekrutierung auch außerhalb des direkten Umfeldes überhaupt erst möglich machen.

Natürlich ist eine gut geschriebene Stellenanzeige aber nach wie vor ein Instrument, um Kandidaten auf die ausgeschriebene Stelle aufmerksam zu machen. Dabei setzen sich vor allem Online-basierte Jobportale immer mehr durch. Je nach Profil des gesuchten Mitarbeiters bieten sich Multipostings auf den einschlägigen Plattformen oder die sehr gezielte Platzierung in spezialisierten Jobportalen. So stellt man bei der Suche nach einem Vertriebsspezialisten sicher, dass die vakante Stelle möglichst punktgenau von ebendiesen wahrgenommen werden. Je nach Ausstattung der eigenen Personalabteilung, wenn diese denn überhaupt existiert, kann hier die Steuerung einer Stellenausschreibung durch einen spezialisierten Dienstleister wie uns viel Arbeit und Zeit sparen.

Wichtig bei der Erstellung einer Online Stellenanzeige sind sogenannte „sprechende URL´s“. Das bedeutet, dass die Bezeichnung der vakanten Stelle in der URL hinter dem / ausgeschrieben wird. Suche Sie also z.B. einen „Key Account Manager Großkunden“ sodie URL auch genauso bezeichnet werden. Hier wird häufig der Fehler gemacht die URL mit einer Anzeigennummer zu versehen. In den Suchmaschinen wir diese Anzeige dann aber deutlich schlechter gefunden.

Beispiel für eine sprechende URL: www.musterfirmaxxl.de/karriere/keyaccount-manager-hamburg

Social Media Kanäle für Stellenanzeigen & Jobs nutzen

Mit der zunehmenden Bedeutung von Social Media für die Außendarstellung von Unternehmen bieten sich diese Kanäle auch für die Verbreitung von vakanten Stellen in einem Unternehmen an. Im Fachjargon wird diese Art der Stellenausschreibung als Social Recruiting bezeichnet. Ein eindeutiger Vorteil bei der Ausschreibung auf Facebook, Instagram und Co liegt in der direkten Ansprache von potentiellen Mitarbeitern, die ohnehin schon an dem jeweiligen Unternehmen interessiert sind und dem Social Media Account folgen, oder durch die Algorithmen der Plattformen als vom Profil her theoretisch passende Kandidaten ausgemacht wurden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Stellenausschreibung mit passenden zusätzlichen Posts interessant und ansprechend zu gestalten. Dies entspricht nicht nur der Erwartungshaltung der meisten Nutzer von Social Media Plattformen, sondern erlaubt potentiellen Bewerbern auch, sich einen Eindruck von der Unternehmenskultur und Brancheninterna zu machen. Beides kann bei richtiger Kommunikation die ausgeschriebene Stelle für Bewerber deutlich attraktiver machen, als wenn diese lediglich eine Stellenanzeige in einer Jobbörse lesen.

Erstellen Sie Ihre eigene Karrierewebseite

Fast jedes Unternehmen betreibt heute eine eigene Homepage, die für die Eigendarstellung genutzt wird und als digitale Visitenkarte auch für die Generierung von Neukunden häufig eine nicht unwichtige Rolle spielt. Zu den verschiedenen Unterkategorien gehört dabei sinnvollerweise auch meist eine Karrierewebseite, auf der sich potentielle Bewerber über vakante Stellen informieren und meist auch Kontaktdaten für eine Initiativbewerbung finden können. Um das Personalrecruiting über die eigene Homepage möglichst effektiv zu gestalten, bietet es sich selbstverständlich an, diese ähnlich zu behandeln, wie den eigenen Social Media Auftritt und neben Stellenanzeigen auch Einblicke in das Unternehmen, die Abläufe und die Unternehmenskultur zu geben. Neben reinen Texten bieten sich hier selbstverständlich auch Bilder und Videos an, die einen unmittelbaren und lebendigeren Eindruck des Unternehmens, der Räume und der Stimmung zu vermitteln helfen, als dies in Textform gelingen kann. Dieses so genannte Employer Branding sollte in seiner Wirksamkeit bei der Ansprache potentieller Mitarbeiter auf keinen Fall unterschätzt werden. Insbesondere bei der Suche nach Talenten und Vertriebsspezialisten, die auf dem Arbeitsmarkt von vielen Unternehmen umworben werden, kann eine passende Unternehmenskultur und eine passende Eigendarstellung den Ausschlag geben, dass diese sich für oder gegen die Bewerbung bei einem Unternehmen entscheiden. Sollte dies vorgesehen sein, gehören zudem Weiterbildungsmaßnahmen und Work-Life Balance Ansätze, wie sie heute von vielen jungen gut ausgebildeten Arbeitnehmern erwartet werden, unbedingt inhaltlich mit in den Aufbau einer passenden und funktionalen Karrierewebseite.

Active Sourcing in Online-Business-Netzwerken

Eine inzwischen nicht mehr ganz neue Entwicklung sind die so genannten Online Business-Netzwerke. Fast jeder junge Professional, ja selbst manche Studenten haben heute Profile in den einschlägigen Plattformen, insbesondere Xing und LinkedIn. Diese Online-Visitenkarten von Arbeitnehmern, Talenten und Job-suchenden können natürlich auch für das Personalrecruiting nutzbar gemacht werden, dafür sind sie immerhin mitgedacht. Dieses Active-Sourcing, wie die aktive Suche nach passenden Kandidaten für eine vakante Stelle heute im Personalmanagement genannt wird, dreht die Suche nach einem Job in gewisser Weise um. Nicht der Arbeitnehmer macht sich in diesem Fall auf die Suche, sondern das Unternehmen, das eine Stelle besetzen will. Zugegeben macht dies vor allem bei der Suche nach einem Spezialisten, einem erfahrenen Mitarbeiter oder einem Trainee für Führungsaufgaben Sinn, denn die aktive Suche nach einem geeigneten Kandidaten ist mitunter deutlich aufwendiger, als die Jobsuche eines Arbeitnehmers. Der Vorteil wiederum liegt klar in der persönlichen Kontaktaufnahme durch den Personaler und den so von Anfang an persönlichen Umgang miteinander, der von den meisten Arbeitnehmern geschätzt wird. Der Standpunkt des potentiellen Kandidaten für eine vakante Position in einem Unternehmen ist dabei heute oft nebensächlich, allerdings müssen Unternehmen neben den notwendigen Onboarding-Maßnahmen (Integration des neuen Arbeitnehmers in die Unternehmensstruktur und die internen Arbeitsabläufe) auch eventuelle Anreize für einen Umzug bieten, wenn das Interesse an der spezifischen Person groß genug ist, insbesondere wenn dieser Familie und Kinder haben sollte.

Was bei der Direktansprache im Personalrecruiting zu beachten ist

Durch die deutliche Zunahme von Active Sourcing Maßnahmen durch Personalabteilungen und Dienstleister im Personalrecruiting wird die wirklich individuelle und persönliche Ansprache von Kandidaten immer wichtiger. Gerade hochspezialisierte Arbeitnehmer und Mitarbeiter im Vertrieb und Marketing werden mitunter geradezu mit aktiv erstellten Job-Angeboten bombardiert. Das Zurückgreifen auf Floskeln, Textbausteine oder das einfache Zusenden des Stellenangebots per privater Nachricht wird da kaum eine große Wirkung erzielen. Neben einer wirklich individuellen Ansprache des Kandidaten ist auch die Verbindung des individuellen Lebenslaufes mit dem Unternehmen sowie die Vermittlung des Unternehmensprofils oder Brandings von hoher Wichtigkeit.
Eine heute ebenso viel genutzte Möglichkeit des Active Sourcings stellen spezielle Karriere-Events und Absolventen-Messen dar, bei denen sich Unternehmen den passenden Talenten als potentieller Arbeitgeber von Gesicht zu Gesicht vorstellen können. Der große Vorteil ist, dass trotz der um sich greifenden Digitalisierung der persönliche Kontakt und die so entstehende Chemie zwischen den interagierenden Personen nach wie vor ausschlaggebend sein kann, um ein Talent oder einen Spezialisten für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Natürlich macht es hier auch Sinn, den Kandidaten eine positive Brand Experience zu bieten.

Personalrecruiting: Bewerber sollen es so leicht wie möglich haben

Ganz abgesehen von der Art, wie man als Unternehmen den Kontakt zu möglichen Bewerbern auf eine vakante Stelle herstellt, wird im modernen Personalrecruiting die Frage nach einer möglichst einfachen und niedrigschwelligen Form der Bewerbung immer wichtiger. Die Idee dahinter ist ebenso eingängig wie einfach: desto einfacher eine Bewerbung ist, desto mehr potentielle Interessenten wird das Verfahren am Ende produzieren, aus denen man auswählen kann. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern auch für die Möglichkeit einer Initiativbewerbung, durch die interessierte Talente die Möglichkeit haben, mit einem Unternehmen Kontakt aufzunehmen.

Eine besonders einfache und zeitgenössische Methode ist in diesem Zusammenhang die so genannte One-Click-Bewerbung. Über diese Form der Eingabemasken können Interessenten auch mobil ihr Interesse an dem angebotenen Job bekunden. Der Prozess selber muss dabei selbstverständlich so einfach wie möglich und möglichst selbsterklärend gestaltet sein.

Die One-Click-Bewerbung

Die 2018 von der Universität Bamberg erstellte Studie „Recruiting Trends“ ergab, dass zumindest die Hälfte der Befragten Talente die One-Click-Bewerbung für eine in Zukunft wichtige Bewerbungsform halten. Dies unterstreicht auch noch einmal die Bedeutung der professionellen Business-Netzwerke. Mit der Möglichkeit einer One-Click-Bewerbung stellt man potentiellen Kandidaten die Möglichkeit zur Verfügung, sich von überall auf der Welt mit ihrem Smartphone auf eine Stelle zu bewerben, indem diese dem Recruiter mit einem einfachen Click ihr Business-Netzwerk Profil mit Kontaktdaten, Lebenslauf und speziellen Qualifikationen zukommen lassen können.

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